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Hitze in Fuldabrück – gut vorbereitet durch heiße Tage



Die Sommer werden spürbar heißer. Das spüren wir auch hier in Fuldabrück. Längere Hitzeperioden treten häufiger auf und dauern oft mehrere Tage oder sogar Wochen an. Der fortschreitende Klimawandel erhöht die Wahrscheinlichkeit solcher Hitzewellen deutlich. Für Mensch, Natur und Infrastruktur bringt das zahlreiche Herausforderungen mit sich.

Hitze ist ein Gesundheitsrisiko
Anhaltend hohe Temperaturen belasten den Kreislauf und können zu Erschöpfung, Flüssigkeitsmangel oder im schlimmsten Fall zu einem Hitzschlag führen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder, Schwangere sowie Menschen mit Vorerkrankungen oder Pflegebedarf. Aber auch gesunde Menschen leiden häufig unter Schlafproblemen, Kopfschmerzen oder einer nachlassenden Konzentrationsfähigkeit.

Auswirkungen auf Natur und Umwelt
Nicht nur Menschen leiden unter der Hitze. Pflanzen geraten durch Trockenheit unter Wasserstress, Böden und Wälder trocknen aus und das Risiko von Wald- und Flächenbränden steigt deutlich. Viele Tiere finden weniger Wasser und schattige Rückzugsorte.

Auch Gewässer reagieren empfindlich: Sinkende Wasserstände in Bächen, Seen und Talsperren sowie eine höhere Verdunstung können regional zu Wasserknappheit führen. Gleichzeitig steigt der Trinkwasserbedarf.

Versiegelte Flächen heizen sich besonders auf
Versiegelte Flächen wie Asphalt, Beton oder Schotter speichern die Sonnenwärme und geben sie nachts nur langsam wieder ab. Dadurch entstehen sogenannte Hitzeinseln, in denen es selbst nachts kaum noch abkühlt. Flächen ohne Schatten werden kaum nutzbar, Straßenbeläge können sich verformen und der Energiebedarf für Klimaanlagen steigt.

So schützen Sie sich kurzfristig
Bereits einfache Maßnahmen können helfen, die gesundheitlichen Folgen von Hitze deutlich zu reduzieren:

  • Trinken Sie regelmäßig ausreichend Wasser – auch ohne Durstgefühl.
  • Vermeiden Sie körperliche Anstrengungen während der Mittagshitze.
  • Tragen Sie leichte, helle Kleidung und schützen Sie Kopf und Haut vor direkter Sonneneinstrahlung.
  • Lüften Sie nur in den kühlen Morgen- oder Nachtstunden und halten Sie tagsüber Fenster, Rollläden und Vorhänge geschlossen.
  • Nutzen Sie schattige Plätze, feuchte Tücher, kühle Fußbäder oder einen Ventilator zur Abkühlung.
  • Achten Sie besonders auf ältere oder alleinlebende Menschen in Ihrer Nachbarschaft.
  • Lassen Sie Kinder oder Haustiere niemals in einem abgestellten Fahrzeug zurück – auch nicht für wenige Minuten.
  • Denken Sie auch an Wildtiere, Vögel und Insekten und stellen Sie kleine, flache Futtertränken mit Steinen drinnen auf, sodass kleine Tiere nicht ertrinken.
     

Langfristig vorsorgen
Auch am eigenen Haus oder Grundstück lassen sich Maßnahmen umsetzen, die dauerhaft für ein angenehmeres Mikroklima sorgen:

Begrünte Dächer und Fassaden sowie Bäume und Sträucher spenden Schatten und kühlen ihre Umgebung durch Verdunstung. Gut gedämmte Dächer, außenliegende Verschattung und helle Fassaden helfen zusätzlich, die Hitze aus dem Gebäude fernzuhalten. Wer die Möglichkeit hat, kann außerdem einen kühlen Rückzugsraum – beispielsweise im Erdgeschoss – für besonders heiße Tage einrichten.

Ein wichtiger Beitrag zum Hitzeschutz ist zudem die Entsiegelung von Schottergärten und unnötig befestigten Flächen. Begrünte Böden heizen sich deutlich weniger auf, verbessern die Luftqualität und können Regenwasser besser aufnehmen. Dadurch tragen sie nicht nur zur Kühlung des Wohnumfeldes bei, sondern helfen auch, die Folgen von Starkregen abzumildern.

Bis zum 31.10. können Sie noch bei der gemeindeeigenen Kampagne „Apflastern“ mitmachen. Für die Entsiegelung ihrer privaten Flächen können Sie bei der Teilnahme ein Regenwasserfass gewinnen. Mehr Infos finden Sie hier oder kontaktieren Sie mich unter folgender E-Mail-Adresse: jonas.doebel[at]fuldabrueck[punkt]de

Jede und jeder kann mit einfachen Maßnahmen dazu beitragen, sich selbst und andere besser vor den Auswirkungen zunehmender Hitze zu schützen. Gemeinsam machen wir Fuldabrück widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels.

Viele Grüße
Jonas Döbel
Klimaschutzmanager

Ihr Ansprechpartner

Döbel, Jonas

Klimaschutzmanagement