Dennhausen, Geschichtliches

Dennhausen liegt „1 ½ Stunden von der Stadt Kassel gegen Südwesten an dem Fuldafluss“, grenzt mit seiner Gemarkung gegen Norden an den Freienhagener Wald, gegen Süden an die Dörnhagener Flur und gegen Westen an Dittershausen und die Fulda.

Der Ort zählt zu den ältesten Ansiedlungen, welches sich aus der Ableitung des Dorfnamens ergibt. Orte, die ihren Namen von Flurnamen herleiten, sind sehr alte Siedlungen. Die Schreibweise des Ortsnamens hat sich im Laufe der Zeiten mehrmals geändert. Er wird erstmalig im Jahre 1253 als „Tenhusen“ erwähnt und erst 1744 als Dennhausen benannt.

Interessant ist die Geschichte des Ortes. In Dennhausen besaß das Kloster Breitenau (heute Guxhagen) seit 1253 Grundbesitz und ein Drittel der Fischerei; seit 1304 zwei Drittel des Kirchenpatronats und zwar aus der Hand derer von Holzhausen und von Englis, die zum Geschlecht der Hunde („Ritter von Hund“) gehören. Fast als Alleinbesitzer des Dorfes erscheinen die Hunde im Jahre 1346, als sie den Besitz an Heinrich II. verkauften. 1408 besaß der Ritter Eckebrecht von Grifte die Hälfte des Besitztums und erst 1569 verzichtete das Geschlecht derer von Grifte zugunsten des Landes Hessen. Kriegerische Auseinandersetzungen haben seinetwegen nicht stattgefunden, wenigstens ist in den Urkunden – soweit dieselben zugänglich waren – nichts darüber berichtet.

Die Pfarrei wird 1289 erstmals erwähnt. Damals einigte sich das Kloster Breitenau mit Hartmut von Englis über das Patronat und 1304 erwarb das Kloster seinen Anteil daran. An geistlichem Streubesitz sind Güter des St. Elisabeth-Hospitals und des St. Martin-Stifts zu Kassel in dem Dorf zu nennen. Aus dem Jahr 1744 wird berichtet, dass die Kirche nebst Bergshausen und Dittershausen Filialen von der Mutterkirche zu Dörnhagen sind. Abwechselnd wurden in den Gemeinden Gottesdienste abgehalten.

Weiterführende Informationen sind beim Heimat- und Geschichtsverein Dennhausen/Dittershausen zu finden.