Neues Blockheizkraftwerk in der Sporthalle Dörnhagen

Die Technik der Anlage wird durch Vertreter der Lieferfirma erläutert.
Ein gasbetriebener FORD-Motor treibt die Anlage an.
Bürgermeister Dieter Lengemann drückt den Startknopf.
Interessierte Zuhörer aus Politik und Wirtschaft.

Autor: 

Achim Mihr

Letzte Veränderungen: 

23.10.2013

Die Sporthalle Dörnhagen in Fuldabrück wurde zur Energieeinsparung und CO2-Reduzierung mit einem neuen Blockheizkraftwerk (BHKW) ausgestattet, welches neben der Sporthalle auch das Rathaus mit Energie versorgt. Dies war das Ergebnis eines von der Gemeinde Fuldabrück in Auftrag gegebenen Klimaschutzteilkonzeptes.

Ein erdgasbetriebener Ottomotor treibt den Generator zur Stromerzeugung an. Das Modul wird im Netzparallelbetrieb am Niederspannungsnetz betrieben.

Die elektrische Modulleistung des Generators beträgt 20 kW. Die elektrische Energie wird überwiegend zur Eigenstrombedarfsdeckung verwendet. Nur Überschüsse werden ins Netz des EVU zurückgespeist und vergütet. Die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme wird über Wärmetauscher in das Heizungsnetz eingespeist und damit in der Sporthalle selbst und auch im nahe gelegenen Rathaus genutzt.

Die über die thermische Gesamtleistung des Moduls von ca. 44 kW hinaus benötigte Wärmeleistung wird durch einen so genannten Spitzenkessel erbracht.

Eine gewisse Auslastung der BHKW-Anlage, auch in den Sommermonaten, wird durch die Warmwasserbereitung erreicht. Das BHKW erzeugt fast die Menge an elektrischer Energie, die in den zwei Gebäuden benötigt wird.

Mit dem Blockheizkraftwerk wird ca. 96 % der eingesetzten Brennstoffenergie in Nutzenergie (Strom und Wärme) umgewandelt, während beim konventionellen Großkraftwerk nur etwa 33 % der eingesetzten Brennstoffenergie den Endverbraucher erreicht.

Durch diese rationelle Energieverwendung werden jährlich rund 200.000 kWh Primärenergie eingespart bei einer gleichzeitigen Verringerung der CO2-Emissionen um etwa 70 Tonnen, was dem durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 25 PKW entspricht.

Diese enorme CO2-Reduzierung ergibt sich unter anderem dadurch, dass bei der Stromerzeugung im Kraftwerkspark der Bundesrepublik etwa die vierfache CO2-Menge je kWh Strom freigesetzt wird, als bei der Erzeugung im erdgasbefeuerten Blockheizkraftwerk.

Die dem Blockheizkraftwerk anzurechnenden Investitionskosten in Höhe von 54.000,00 Euro werden durch jährliche Betriebskostenersparnisse refinanziert, die Amortisationszeit beträgt ca. 3,5 Jahre. Auf diese Weise decken sich ökologische Aspekte auch mit ökonomischen Überlegungen.

Bürgermeister Dieter Lengemann drückt symbolisch den Startknopf und nahm die Anlage in Betrieb. Erläuterungen zur Technik gaben Mitarbeiter der Lieferfirma und stellvertretender Bauamtsleiter Rolf Lengemann. Einige Gäste aus Politik und Wirtschaft nahmen die Anlage interessiert in Augenschein.

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